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Unsere Öffnungszeiten

Das Tierheim ist an jedem zweiten und jedem letzten Samstag im Monat zwischen 12:00 und 15:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Die nächsten Besuchstage sind:

  • Samstag, 26. September 2026, 12:00–15:00 Uhr
  • Samstag, 10. Oktober 2026, 12:00–15:00 Uhr

Tiervermittlungen finden an diesen Tagen allerdings nicht statt! Die TierpflegerInnen stehen aber für Beratungsgespräche zur Verfügung.

Vermittlungen finden nur nach vorheriger Terminabsprache statt.

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Wenn Trennungssorgen miauen – Trennungsangst bei Katzen

Ratgeber

Auch Katzen können unter Trennungsangst leiden. Bianka Hones zeigt, welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten und wie sich Ängste Schritt für Schritt lindern lassen.

Trennungsängste sind nicht ausschließlich ein menschliches Phänomen. Auch unsere geliebten Vierbeiner, insbesondere Katzen, können unter diesem emotionalen Zustand leiden.
Diese Erfahrung musste ich mit meinem Tierschutzkater Stevie machen. Er kam als krankes und blindes Kitten zu mir. Durch die intensive Pflege wurde seine Bindung zu mir sehr eng und es kam, wie es kommen musste: Bei einer längeren Abwesenheit, z. B. einer Dienstreise, markierte er in der Wohnung. Ich habe verschiedenste Maßnahmen ergriffen, das Problem aber nicht gänzlich aus der Welt geschafft. Ich trage es mit Fassung, wenn es dann hin und wieder doch nochmal passiert, dann ist das eben so. Ich kenne die Ursache und kann damit umgehen.

Während Katzen oft als unabhängige Tiere betrachtet werden, sind sie dennoch an ihre menschlichen Begleiter und ihr Zuhause gebunden. Wenn diese Bindung gestört wird, sei es durch Abwesenheit des Besitzers oder Veränderungen in der Umgebung, können Trennungsängste auftreten. Es ist wichtig, die Anzeichen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, um das Wohlbefinden unserer pelzigen Freunde zu gewährleisten.

Anzeichen von Trennungsängsten bei Katzen:

  • Unruhe und Nervosität: Eine ängstliche Katze kann unruhig 
sein, ständig herumwandern und nicht entspannt ruhen, 
besonders wenn sie allein gelassen wird.
  • Unsauberes Verhalten: Ein plötzlicher Beginn von Unsauberkeit, 
wie das Urinieren oder Koten außerhalb der Katzentoilette, kann 
ein Hinweis auf Trennungsängste sein.
  • Zerstörerisches Verhalten: Kratzen, Beißen oder Zerkratzen von 
Möbeln können Anzeichen für Angst sein, besonders wenn dies 
nur in Abwesenheit des Besitzers geschieht.
  • Appetitlosigkeit: Einige Katzen verlieren möglicherweise den 
Appetit, wenn sie unter Trennungsängsten leiden.
  • Übermäßiges Essen: Wenn dauerhaft Trockenfutter zur 
Verfügung steht, futtert die Katze aus Langeweile und wird übergewichtig.
  • Häufiges Miauen: Wenn eine Katze ständig miaut, insbesondere 
wenn sie allein gelassen wird, könnte dies auch ein Indiz sein.

Ursachen von Trennungsängsten bei Katzen:

  • Bindung zum Besitzer: Katzen können stark an ihre Besitzer 
gebunden sein und reagieren empfindlich auf deren 
Abwesenheit.
  • Veränderungen in der Umgebung: Umzüge, neue Haustiere 
oder Familienmitglieder können das Sicherheitsgefühl einer Katze 
beeinträchtigen.
  • Frühere Erfahrungen: Katzen, die früher vernachlässigt oder 
misshandelt wurden, können anfälliger für diese Angststörung 
 sein.
  • Fehlende Sozialpartner: Katzen sind, entgegen der landläufigen 
Meinung, keine Einzelgänger. Bei Wohnungshaltung wissen sie 
einen passenden Sozialpartner sehr wohl zu schätzen.

Umgang mit Trennungsängsten bei Katzen:

  • Schaffen Sie eine sichere Umgebung: Bieten Sie Ihrer Katze 
 einen gemütlichen Rückzugsort, der mit Decken, Spielzeug und Futter ausgestattet ist, um sie während Ihrer Abwesenheit zu 
 beruhigen.
  • Allmähliche Gewöhnung: Wenn möglich, gewöhnen Sie Ihre 
 Katze langsam an Ihre Abwesenheit, indem Sie sie kurze Zeitabschnitte alleine verbringen lassen und diese dann allmählich 
verlängern.
  • Routine beibehalten: Halten Sie eine konsistente Routine 
 für Fütterung, Spielzeit und Schlafenszeit ein, um Ihrer Katze 
Sicherheit und Vorhersehbarkeit zu bieten.
  • Professionelle Hilfe: Bei schwerwiegenden Fällen von 
Trennungsängsten kann eine Verhaltenstherapie helfen, die 
richtigen Maßnahmen zu ergreifen, sei es durch Verhaltensmodifikation, Medikamente oder andere Therapien.
  • Beruhigungsmittel: In einigen Fällen können beruhigende 
 Pheromone oder verschriebene Medikamente helfen, die Angst 
Ihrer Katze zu lindern, diese aber sollten immer in Absprache mit 
 einem Tierarzt/Tierheilpraktikerin verwendet werden.
  • Musik: Studien haben gezeigt, dass beruhigende Musik sich positiv auf das Verhalten von ängstlichen Katzen auswirken kann.
  • Geduld: Die Katze zeigt das auffällige Verhalten nicht, um uns zu ärgern.

Fazit:
Trennungsängste bei Katzen sind ein ernstzunehmendes Thema, das das Wohlbefinden und Verhalten Ihrer pelzigen Freunde beeinflussen kann. Durch Aufmerksamkeit, Verständnis und geeignete Maßnahmen können Sie dazu beitragen, die Ängste Ihrer Katze zu mildern und ihr ein glückliches und ausgeglichenes Leben zu ermöglichen. Denken Sie daran, dass Geduld und Liebe die Schlüssel zur Bewältigung von Trennungsängsten bei Katzen sind.

Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht.

Marie Curie

Fotonachweis: Bianka Hones | rebecaml (pixabay.com)

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in Struppi 2/2024, dem Vereinsmagazin des Tierschutzvereins für Hannover und Umgegend e. V.

Bianka Hones mit einem weißen Kaninchen im Tierheim-Garten

Geprüft / Verfasst von:

Bianka Hones

Verhaltenstherapeutin für Katzen

Verhaltenstherapeutin für Katzen im Tierheim Hannover. Bianka Hones schreibt regelmäßig für das Vereinsmagazin „Struppi" über das Leben mit Samtpfoten, Katzengesundheit und das, was ihr in der täglichen Arbeit mit Schützlingen und Halter:innen begegnet.

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