Taddäus sucht Menschen mit Ruhe, Klarheit und einem Faible für feste Rituale. Taddäus geht sehr gern spazieren, arbeitet aufmerksam mit und kann ziemlich lustig, frech und charmant sein. Seinen Bezugspersonen gegenüber zeigt er sich zunehmend entspannt und verbindlich.
Taddäus ist also ein richtig angenehmer Typ! Wenn man nicht erwartet, dass er einen bereits beim ersten Kennenlernen begeistert umarmt.
Fremden Menschen begegnet Taddäus zunächst skeptisch. Er ist kein Everybody’s Darling und möchte das vermutlich auch gar nicht werden. Vertrauen verschenkt er nicht beim ersten Keks, sondern baut es langsam auf. Seine zukünftigen Menschen sollten deshalb Geduld mitbringen und ihm die Zeit geben, die er braucht, ohne ihn zu bedrängen oder jede vorsichtige Annäherung sofort in eine Kuschelveranstaltung zu verwandeln.
Am besten kommt Taddäus mit einem ruhigen, sehr strukturierten Alltag zurecht. Klare Abläufe, verlässliche Regeln und wiederkehrende Rituale geben ihm Sicherheit. Während bei anderen Hunden gern empfohlen wird, den Tagesablauf etwas abwechslungsreicher zu gestalten, darf man Taddäus ausnahmsweise tatsächlich immer zur selben Zeit und mit demselben Ritual füttern. Er findet Vorhersehbarkeit nämlich deutlich überzeugender als spontane Überraschungen.
Seine Menschen sollten ruhig und klar handeln können. Hektik, wechselnde Regeln oder langwierige Diskussionen darüber, ob eine Grenze heute vielleicht doch nicht gilt, helfen ihm nicht. Taddäus braucht keinen übermäßig harten Umgang, aber Menschen, die wissen, was sie möchten und das verlässlich vermitteln.
Ein Maulkorb ist für Taddäus kein Problem. Er kennt ihn gut und trägt ihn selbstverständlich. Auch wenn viele Situationen inzwischen locker und ohne Maulkorb möglich sind, bleibt er in bestimmten Situationen sinnvolles Sicherheitsmanagement. Vermutlich wird das auch dauerhaft so bleiben. Seine zukünftigen Menschen sollten damit weder ein Problem noch den Ehrgeiz haben, den Maulkorb möglichst schnell überflüssig zu machen. Sicherheit ist kein Makel, sondern schlicht vernünftig.
Mit anderen Hunden ist Taddäus nach Sympathie verträglich. Besonders gut könnten wir ihn uns als Zweithund zu einer sicheren, souveränen Hündin vorstellen. Eine passende Hündin kann ihm Orientierung geben und dabei helfen, neue Situationen entspannter zu bewältigen.
Im Sozialkontakt braucht Taddäus allerdings gelegentlich Anleitung und Schutz. Er sollte weder sich selbst überlassen noch von aufdringlichen Artgenossen überrannt werden. Seine Menschen müssen deshalb erkennen können, wann er Unterstützung benötigt und Kontakte entsprechend steuern. Hundewiese mit dem Motto „Die regeln das schon“ gehört eher nicht zu seinen Zukunftsplänen.
Für Taddäus suchen wir ein ruhiges Zuhause ohne Kinder. Seine zukünftigen Menschen sollten hundeerfahren sein, Freude an klaren Strukturen haben und bereit sein, die Kennenlernphase in seinem Tempo zu gestalten.
Taddäus ist kein Hund, den man einmal besucht, anleint und direkt mit nach Hause nimmt. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, sein Vertrauen zu gewinnen, lernt einen loyalen, witzigen und durchaus frechen Hund kennen, der hinter seiner anfänglichen Skepsis deutlich mehr zu bieten hat, als er fremden Menschen zunächst zeigen möchte.


