Ragnar wurde leider unüberlegt von einer Person über eBay Kleinanzeigen erworben. Nach kurzer Zeit wollte diese den Hund wieder abgeben und er kam ins Tierheim.
Er ist ein Hund mit einem starken Charakter, der einige erzieherische Herausforderungen mitbringt, die jedoch mit Geduld und Konsequenz zu bewältigen sind. Der Rüde hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, der sich vor allem in der Reaktion auf Autos und Motorräder zeigt. Auch Hundebegegnungen bereiten ihm aktuell noch Schwierigkeiten, doch daran wird im Tierheim intensiv gearbeitet. Mittlerweile hat Ragnar große Fortschritte gemacht und viel gelernt. Seine künftigen Halter müssen bereit sein, weiter an diesen Themen zu arbeiten und sich darauf einzustellen, dass es bei Ragnar gelegentlich Diskussionsbedarf geben wird – er ist eben kein Hund, der es jedem Menschen auf Anhieb recht machen möchte. Abseits dieser Ablenkungen ist er gut leinenführig.
Menschen gegenüber zeigt er sich trotz seines leicht misstrauischen Wesens freundlich. Allerdings braucht er eine Weile, um Vertrauen zu neuen Menschen aufzubauen. Ist die Bindung stark genug, sieht Ragnar ein, dass es sich lohnen kann zu kooperieren.
Im Umgang mit Artgenossen zeigt er sich dominant, aber nicht unverträglich. Besonders bei Rüden entscheidet die Sympathie. Da wir vermuten, dass er in seiner Vergangenheit nicht die Möglichkeit hatte, ein angemessenes Sozialverhalten zu entwickeln, sehen wir ihn zu Hause eher als Einzelhund. Im Tierheim hat er in Bezug auf seine Sozialkompetenz viel gelernt. Daher würde es ihm guttun, auch künftig regelmäßig Kontakt zu geeigneten Sozialpartnern zu haben.
Für Ragnar suchen wir souveräne Halter, die ihm körperlich gewachsen sind, ihm eine konsequente sowie liebevolle Führung bieten können und sein besonderes Wesen zu schätzen wissen. Im neuen Zuhause möchte er möglichst wenig allein bleiben müssen und geistig ausgelastet werden. Ideal wäre ein Haus in ländlicher Umgebung mit sicher eingezäuntem Garten.
Aufgrund eines Bandscheibenvorfalls sollte er keine Treppen steigen müssen. Er hat davon vermutlich einen bleibenden Nervenschaden davongetragen, weswegen es gelegentlich zu Beschwerden mit der Fortbewegung kommen kann. Andere Tiere und Kinder sollten nicht vorhanden sein, hundeerfahrene Jugendliche wären in Ordnung.





