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Das Tierheim ist an jedem zweiten und jedem letzten Samstag im Monat zwischen 12:00 und 15:00 Uhr für Besucher geöffnet.

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Die Tierärztin berichtet über Katzenschnupfen

Ratgeber

Die Tierärztin berichtet über Katzenschnupfen, mit den anfänglichen Symptomen wie Schnupfen, Augenentzündungen, wunde Stellen im Maul, Fieber und Lungenentzündungen

Oft sagt der Volksmund, dass ein Schnupfen für eine Katze tödlich enden kann – aber ist da etwas Wahres dran?

Schnupfen, Augenentzündungen, wunde Stellen im Maul, Fieber und Lungenentzündungen gehören zu den häufigen Symptomen eines Katzenschnupfens. Dabei werden diese Symptome nicht von einem, sondern von meist zwei oder mehreren Erregern ausgelöst. Man spricht auch vom Katzenschnupfenkomplex. Die Erreger, die vorwiegend zu einer Erkrankung der Katze führen, sind Herpesviren, Caliciviren, Chlamydien, Mycoplasmen und Bordetellen. Sie können in der Tat zu einem tödlich endenden Schnupfen führen, oder aber auch nur eine leichte Form mit wässrigem Schnupfen verursachen. Besonders gefährdet sind Katzen in Zuchten, Pensionen sowie Tierheimen, weil dort viele Tiere auf engem Raum zusammenkommen und die Erreger sich schnell verbreiten können.

Die Katzenschnupfenerreger werden direkt von Katze zu Katze, über Speichel oder Nasen- und Augensekret, oder auch indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Futternäpfe, Schlafplätze sowie Katzentoiletten übertragen. Auch eine reine Wohnungskatze kann erkranken, wenn die Besitzer die Erreger über Schuhe oder Kleidung mitbringen, jedoch sind Katzen mit Freilauf deutlich häufiger betroffen.
Zum Nachweis der Erreger kann ein Tierarzt oder eine Tierärztin einen Abstrich vom Augen- und/oder Nasensekret oder auch aus dem Rachen nehmen und diesen im Labor untersuchen lassen. Das erkrankte Tier sollte, je nach Symptomatik, ein Antibiotikum oder ein Immunsystem unterstützendes Medikament bekommen. Je nachdem, welche Symptome auftreten, wird der Tierarzt / die Tierärztin über die geeigneten Therapiemaßnahmen beraten. Die Tierhalter sollten dafür sorgen, dass das eingetrocknete Augen- und Nasensekret der Katze mehrfach täglich entfernt wird. Außerdem hilft einmal pro Tag das Inhalieren von Kochsalzlösung, um so das Sekret in Nase, Rachen und Lunge zu lösen. Hierfür eignen sich besonders Kaltverneblung-Inhalatoren aus der Humanmedizin. Sollte das erkrankte Tier verminderten Appetit zeigen, so hilft es oft, das Futter leicht zu erwärmen, denn so riecht es besser und die Katze zeigt häufig mehr Interesse daran. Eine jährliche Schutzimpfung kann eine Katze vor schwerwiegenden Erkrankungen schützen.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich in Struppi 3/2022, dem Vereinsmagazin des Tierschutzvereins für Hannover und Umgegend e. V.
Fotonachweis: Frau Dr. Bauer | Sabine Meusel

Geprüft / Verfasst von:

Dr. Sylvie Bauer

Tierärztin im Tierheim

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