Happy End für Katze Anabell

Erfolgsstories • Katzen

Manchmal braucht Vertrauen einfach Zeit.Unsere Katze Anabell hat uns genau das gezeigt. Wir haben Anabell aus dem Tierheim Hannover geholt. Sie war keine einfache Katze – zumindest nicht auf den ersten Blick.Durch schlechte Erfahrungen mit Menschen hatte sie große Angst. Sie ließ sich nicht anfassen, fauchte, kratzte und zog sich sofort zurück, sobald man ihr […]

Manchmal braucht Vertrauen einfach Zeit.
Unsere Katze Anabell hat uns genau das gezeigt. Wir haben Anabell aus dem Tierheim Hannover geholt. Sie war keine einfache Katze – zumindest nicht auf den ersten Blick.
Durch schlechte Erfahrungen mit Menschen hatte sie große Angst. Sie ließ sich nicht anfassen, fauchte, kratzte und zog sich sofort zurück, sobald man ihr zu nahe kam. Bevor wir sie überhaupt mit nach Hause genommen haben, habe ich sie mehrere Male im Tierheim besucht. Ganz langsam entstand ein kleines bisschen Vertrauen. Keine großen Fortschritte, nur kleine Momente, in denen sie ruhiger wurde und merkte, dass ihr niemand etwas Böses wollte.
Als sie schließlich bei uns einzog, bekam sie erst einmal ein eigenes Zimmer, in dem sie sich sicher fühlen konnte. Wochenlang schlich sie nachts nur vorsichtig durchs Haus. Tagsüber versteckte sie sich meistens, und anfassen konnten wir sie noch immer nicht.
Nach einigen Monaten entschieden wir uns, ihren Kratzbaum, ihr Futter und alles andere in das Büro meines Mannes zu stellen, damit sie näher bei uns sein konnte. Mein Mann verbrachte dort viel Zeit am PC. Anfangs beobachtete sie ihn nur aus sicherer Entfernung. Doch irgendwann kam sie immer näher, rieb sich an seinem Bein und sprang schließlich sogar auf seinen Schoß – berühren durfte er sie trotzdem noch nicht. Wieder einige Wochen später sprang sie plötzlich zu uns ins Bett, nur um neugierig zu schauen, was wir eigentlich machen. Von da an machte sie jeden Tag kleine Fortschritte. Irgendwann ließ sie sich vorsichtig streicheln – aber nur dann, wenn sie es wirklich wollte.
Am Anfang knabberte sie manchmal vorsichtig an unseren Händen, nicht aus Aggression, sondern eher unsicher. Danach schaute sie uns oft an, als würde sie fragen: „Und was passiert jetzt? Werdet ihr böse?“ Aber wir blieben immer ruhig, redeten sanft mit ihr und zeigten ihr jeden Tag aufs Neue, dass sie keine Angst mehr haben musste.

Heute, fast ein Jahr später, ist aus der scheuen Katze eine unglaublich liebevolle Begleiterin geworden. Sie schläft bei uns im Bett, kuschelt sich an uns, läuft uns überall hinterher und kratzt an der Tür, wenn wir sie schließen. Sie kann gar nicht genug Nähe bekommen.
Anabell hat uns gezeigt, dass auch Tiere mit einer schweren Vergangenheit Liebe, Geduld und ein echtes Zuhause verdienen. Kein Lebewesen kommt böse zur Welt. Manche brauchen einfach nur Menschen, die nicht aufgeben.

Liebe Grüße von Jan & Joline

Tierheim Hannover | Tierschutzverein

Geprüft / Verfasst von:

Redaktion Tierheim (bjs)

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