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Unsere Öffnungszeiten

Das Tierheim ist an jedem zweiten und jedem letzten Samstag im Monat zwischen 12:00 und 15:00 Uhr für Besucher geöffnet.

Die nächsten Besuchstage sind:

  • Samstag, 25. Juli 2026, 12:00–15:00 Uhr
  • Samstag, 8. August 2026, 12:00–15:00 Uhr

Tiervermittlungen finden an diesen Tagen allerdings nicht statt! Die TierpflegerInnen stehen aber für Beratungsgespräche zur Verfügung.

Vermittlungen finden nur nach vorheriger Terminabsprache statt.

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Mo. - Sa. von 08.00 bis 16.00 Uhr

Wie Katzen neue Menschen akzeptieren

Ratgeber

Wenn ein Mensch in einen Katzenhaushalt einzieht, entscheiden Geduld und Zurückhaltung. Der Ratgeber erklärt augenzwinkernd, wie Vertrauen Schritt für Schritt wächst.

Wenn ein neuer Mensch in einen Katzenhaushalt kommt, entscheidet selten der erste Eindruck allein. Katzen prüfen neue Personen über Abstand, Geruch, Bewegungen, Stimme und Vorhersehbarkeit. Wer ihnen Zeit lässt und ihre Signale respektiert, hat deutlich bessere Chancen, Vertrauen aufzubauen.

Warum Katzen neue Menschen vorsichtig prüfen

Katzen sind soziale Tiere mit sehr individuellen Vorlieben. Manche gehen neugierig auf Besuch zu, andere beobachten erst aus sicherer Entfernung. Beides ist normal. Entscheidend ist, dass die Katze Kontrolle über die Begegnung behält: Sie darf Abstand nehmen, sich verstecken, schnuppern, näherkommen und auch wieder gehen.

Der erste Kontakt

  • Nicht bedrängen: Der neue Mensch sollte die Katze nicht verfolgen, nicht hochnehmen und nicht in ihr Versteck greifen.
  • Blickkontakt weich halten: Direktes Anstarren kann bedrohlich wirken. Ruhiges Blinzeln, seitliches Sitzen und langsame Bewegungen sind katzenfreundlicher.
  • Gerüche zulassen: Schuhe, Tasche oder Hand dürfen beschnuppert werden. Die Katze entscheidet, ob daraus Nähe entsteht.
  • Ruhig sprechen: Eine leise, freundliche Stimme hilft mehr als überschwängliche Begrüßung.

Vertrauen entsteht über Routine

Neue Menschen werden schneller akzeptiert, wenn sie zuverlässig und vorhersehbar handeln. Füttern, Spielen oder Leckerchen können positive Verknüpfungen schaffen, sollten aber nicht als Bestechung gegen die Grenzen der Katze eingesetzt werden. Wichtig ist: Die Katze darf die Distanz bestimmen.

  • Lassen Sie die Katze zuerst beobachten.
  • Setzen Sie sich eher seitlich als frontal zur Katze.
  • Bieten Sie Spielangel oder Futter an, ohne Nähe zu erzwingen.
  • Beenden Sie die Begegnung, bevor die Katze überfordert wirkt.

Warnzeichen ernst nehmen

Fauchen, Knurren, geduckte Körperhaltung, ein peitschender Schwanz, angelegte Ohren oder Rückzug zeigen, dass die Katze Abstand braucht. In solchen Momenten hilft kein gutes Zureden. Besser ist es, die Situation zu entspannen und der Katze einen sicheren Rückzugsort zu lassen.

Wenn ein neuer Partner einzieht

Zieht ein neuer Mensch dauerhaft ein, verändern sich Gerüche, Geräusche und Routinen. Das kann auch freundliche Katzen verunsichern. Hilfreich sind feste Fütterungszeiten, unveränderte Rückzugsplätze, ruhige Rituale und eine klare Absprache: Die Katze wird nicht bedrängt, sondern eingeladen.

Mit Geduld kann aus dem zunächst fremden Menschen ein vertrauter Teil des Alltags werden. Manche Katzen zeigen das offen durch Nähe und Körperkontakt. Andere bleiben zurückhaltender, fühlen sich aber trotzdem sicher. Beides verdient Respekt.

Fachquellen

  • Carney HC, Sadek TP, Curtis TM et al. 2022 AAFP/ISFM Cat Friendly Veterinary Interaction Guidelines: Approach and Handling Techniques. Journal of Feline Medicine and Surgery, 2022.
  • Ellis SLH, Rodan I, Carney HC et al. AAFP and ISFM Feline Environmental Needs Guidelines. Journal of Feline Medicine and Surgery, 2013.
  • MSD Veterinary Manual. Social Behavior of Cats.
  • Vitale Shreve KR, Mehrkam LR, Udell MAR. Social interaction, food, scent or toys? A formal assessment of domestic pet and shelter cat preferences. Behavioural Processes, 2017.
Bianka Hones mit einem weißen Kaninchen im Tierheim-Garten

Geprüft / Verfasst von:

Bianka Hones

Verhaltenstherapeutin für Katzen

Verhaltenstherapeutin für Katzen im Tierheim Hannover. Bianka Hones schreibt regelmäßig für das Vereinsmagazin „Struppi" über das Leben mit Samtpfoten, Katzengesundheit und das, was ihr in der täglichen Arbeit mit Schützlingen und Halter:innen begegnet.

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