Merlin kam ins Tierheim, nachdem er seine Halterin gebissen hatte. Ein weiteres Zusammenleben mit Herrchen und Frauchen war danach nicht mehr gewünscht. Schon früh wurde mit ihm auf einem Hundeplatz gearbeitet; zu Hause wurde dieses Training jedoch nicht weitergeführt.
Für Merlin sind gleichbleibende Abläufe, klare Rituale und ein verlässlicher Alltag sehr wichtig. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, kommt er gut zurecht. Auch im Tierheim kam es zu einem Beißvorfall. Danach wurde intensiv mit einer Hundetrainerin gearbeitet, damit der Umgang und das Zusammenleben ohne Gefährdung für Menschen möglich sind.
Merlin geht gern spazieren, läuft gut an der Leine und pöbelt nicht. Unterordnungsübungen beim Gassigehen machen ihm Freude. Außerdem liebt er Wasser und planscht sehr gern.
Im Tierheim lebt er überwiegend in einer gemischten Hundegruppe. Ein Familienhund ist Merlin jedoch nicht; mit Kindern kommt er nicht zurecht.
Er braucht Menschen, die Erfahrung mit verhaltensauffälligen Hunden haben und dauerhaft aufmerksam bleiben. Im neuen Zuhause sollten maximal zwei erwachsene Personen leben. Voraussetzung ist ein ländlich gelegenes Haus mit sicher eingezäuntem Garten. Außerdem sollte ein zweiter Hund ähnlicher Körpergröße vorhanden sein. Wichtig ist auch die Möglichkeit, Merlin zeitweise zu separieren, damit er zur Ruhe kommen kann.
Gesundheitlich hat Merlin Spondylose im Rücken und in der Rute sowie Arthrose im Knie und in der Hüfte. In der Vergangenheit hatte er außerdem eine Magendrehung. Aus diesen Gründen sollte er nicht am Gartenzaun pöbeln können. Merlin benötigt regelmäßig Schmerzmittel und bekommt zusätzlich unterstützende Nahrungsergänzungsmittel.
Bei Interesse an Merlin ist eine längere Kennlernphase mit regelmäßigen Besuchen im Tierheim notwendig.



