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title: Wie sinnvoll ist eine Tierversicherung? — Tierschutzverein Hannover
url: https://tierheim-hannover.de/ratgeber/tierversicherung-sinnvoll/
date: 2026-04-23
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# Wie sinnvoll ist eine Tierversicherung?

Was die Welt kostet, kann ich nicht genau sagen, aber wie teuer eine Zahnoperation bei einer Katze werden kann. Unlängst mussten meinem Kater acht Zähne entfernt werden. Der ganze Spaß hätte mich 1.200 Euro gekostet, hätte ich nicht in weiser Voraussicht vor Jahren eine OP-Versicherung für meine drei Kater abgeschlossen. Sicher hätte ich das Geld von meinem Ersparten nehmen können, aber das hätte dann an anderer Stelle gefehlt.



Vielleicht hat sich die eine oder der andere schon einmal die Frage gestellt, ob eine Versicherung wirklich sinnvoll ist. Ich kann das nur mit einem ganz bestimmten „JA" beantworten.



Wenn kleine Kosten zur großen Rechnung werden



Wenn eine oder mehrere kleine Katzen ins Leben treten, halten sich die Kosten erfahrungsgemäß in Grenzen. Futter, Streu, Spielzeug und jährliche Tierarztbesuche bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen. Was passiert aber, wenn ein Tier verunfallt oder chronisch krank wird? Im schlimmsten Fall können die Kosten in die Tausende gehen und Frauchen oder Herrchen geraten in finanzielle Not.



Rücklagen für das Alter anzapfen, Freunde und Familie um eine Finanzspritze bitten oder gar einen Kredit aufnehmen? Kein erfreulicher Gedanke. Das Tier mit Schmerzen unbehandelt leiden lassen, im Tierheim abgeben oder gar aussetzen? Absolut undenkbar.



Verantwortung für ein Tier zu übernehmen bedeutet nicht nur, für einen vollen Bauch zu sorgen und ihm ein kuscheliges Zuhause zu bieten, sondern auch in Zeiten von Krankheit oder Verletzung genügend finanziellen Spielraum zu haben.



Eine Tierversicherung gibt finanziellen Rückhalt – für Frauchen, Herrchen und das Tier selbst. Foto: iStock (AndreyPopov)



Sparbuch oder Tierversicherung?



Eine Möglichkeit, für Rücklagen zu sorgen, ist ein Sparbuch. Der monatliche Betrag müsste dann aber relativ hoch sein – ungefähr 50 bis 100 Euro. Mit 10 Euro monatlich und Nullzinsen braucht es eine ganze Weile, bis ein solides Polster zusammenkommt.



Die bessere Alternative bietet eine Tierversicherung. Nach einer Wartezeit von etwa 30 Tagen können die Leistungen in Anspruch genommen werden. Sinnvoll ist es, sein Tier in jungen Jahren und gesund zu versichern – dann sind die Beiträge erschwinglich. Hat Ihre Katze bereits ein höheres Alter oder ist vorerkrankt, wird die Sachlage kniffeliger: Die Beiträge steigen, und nicht selten ist die bestehende Erkrankung von der Versicherung ausgenommen.



Welche Versicherungen gibt es überhaupt?



Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die eine Tierversicherung im Programm haben. Auf verschiedenen Vergleichsportalen im Netz lässt sich ein guter Überblick gewinnen und Preis-Leistungs-Verhältnisse lassen sich nebeneinanderlegen. Zugegeben: ein ziemlich lästiger Zeitvertreib – aber einer, der sich sehr schnell lohnen kann.



Wichtig ist, genau hinzuschauen, welche Behandlungen enthalten sind und wie hoch die Selbstbeteiligung ausfällt. Es kann durchaus ratsam sein, einen etwas höheren monatlichen Obolus zu leisten, um dafür kaum aus eigener Tasche zuzahlen zu müssen. Grundsätzlich gibt es zwei Wege: das Tier nur für eventuelle Operationen absichern (OP-Versicherung) oder eine Krankenversicherung, die fast alle Tierarztbehandlungen abdeckt.



Die neue Gebührenordnung für Tierärzte (GOT)



Gerade in Zeiten steigender Kosten mag mein Rat vielen Leser:innen wie eine zusätzliche Belastung erscheinen. Sicherlich haben viele von der neuen Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) gehört. Zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren wurden die Gebühren angehoben, damit weiterhin gute und moderne Tiermedizin möglich ist.



Der Zeitpunkt ist sicherlich nicht der beste, zumal die Kosten für Tierhalter:innen nicht unerheblich steigen. Eine allgemeine Beratung mit Untersuchung der Katze kostete bis November 2022 noch 8,98 Euro (einfacher Satz) – jetzt werden 23,62 Euro berechnet. Wenn dann eine umfangreiche Untersuchung mit Labordiagnostik oder Röntgenaufnahmen dazukommt, kann die Rechnung sehr schnell zu Schwindelanfällen führen.



Diese Erhöhung betrifft natürlich alle Tierarten – egal ob Hund, Katze oder Pferd. Bitte denken Sie über eine Absicherung Ihrer Lieblinge nach.




Alles, was krank macht, kriegt man gratis; nur das Wiedergesundwerden kostet Geld.
Ulrich Erckenbrecht, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker



Wer sich vorab einen realistischen Überblick über die laufenden Kosten verschaffen möchte, findet den passenden Einstieg in unserem Ratgeber „Kosten der Tierhaltung realistisch einschätzen".



Dieser Beitrag erschien ursprünglich in Struppi 1/2023, dem Vereinsmagazin des Tierschutzvereins für Hannover und Umgegend e. V.
