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title: Spondylose bei Hunden &amp; Katzen — Tierschutzverein Hannover
url: https://tierheim-hannover.de/ratgeber/spondylose-bei-hunden-katzen/
date: 2025-09-01
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# Spondylose bei Hunden &amp; Katzen

Spondylose ist eine Erkrankung der Wirbelsäule, die besonders häufig bei älteren Hunden und Katzen auftritt. Sie gehört zu den degenerativen Veränderungen, die im Laufe des Lebens entstehen können. Während manche Tiere kaum Symptome zeigen, leiden andere stark unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen ausführlich, was Spondylose ist, wie sie entsteht, wie man sie erkennt und welche Möglichkeiten es gibt, das Leben betroffener Tiere zu erleichtern.







Was ist Spondylose?



Spondylose ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule, bei der es zur Bildung von knöchernen Zubildungen (Spondylophyten) an den Wirbelkörpern kommt. Diese knöchernen Auswüchse entstehen als eine Art „Selbstschutzmechanismus“ des Körpers: Sie sollen die Wirbelsäule stabilisieren, wenn Bandscheiben oder Wirbelgelenke an Elastizität verlieren.



Das Problem: Diese Zubildungen können auf Nerven drücken oder die Beweglichkeit stark einschränken. In schweren Fällen führt dies zu Schmerzen, Lahmheiten oder sogar neurologischen Ausfällen.










Ursachen & Risikofaktoren



Alter



Spondylose ist in erster Linie eine Alterserscheinung. Besonders Hunde ab dem siebten Lebensjahr sind häufig betroffen, Katzen meist etwas später.



Rasse & Größe




Große und schwere Hunderassen wie Deutscher Schäferhund, Boxer, Rottweiler oder Labrador haben ein erhöhtes Risiko.



Bei Katzen tritt Spondylose oft bei kräftigeren, weniger beweglichen Tieren auf.




Genetische Veranlagung



Einige Rassen neigen erblich bedingt zu degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule.



Bewegungsmangel & Fehlbelastungen



Zu wenig Bewegung oder falsche Belastungen (z. B. durch Übergewicht oder dauerhaftes Treppensteigen) begünstigen Verschleiß.



Vorangegangene Verletzungen



Frakturen oder Bandscheibenvorfälle können die Entwicklung von Spondylose beschleunigen.







Symptome: So erkennen Sie Spondylose



Nicht jedes Tier mit Spondylose zeigt auffällige Symptome. Viele Veränderungen werden zufällig auf Röntgenaufnahmen entdeckt. Typische Anzeichen sind jedoch:




Steifer, angespannter Gang



Unlust beim Spielen oder Spazierengehen



Schmerzäußerungen beim Anheben, Springen oder Treppensteigen



Einschränkungen der Beweglichkeit (z. B. Probleme beim Hinlegen oder Aufstehen)



Lahmheiten (wechselnd oder dauerhaft)



Bei fortgeschrittener Erkrankung: neurologische Symptome wie unsicherer Gang oder Inkontinenz.




? Wichtig: Die Schwere der Symptome sagt nichts über das Ausmaß der knöchernen Veränderungen aus. Manche Tiere haben massive Spondylophyten und kaum Beschwerden, andere mit kleinen Veränderungen leiden stark.







Diagnose



Tierärztliche Untersuchung



Die Anamnese (Krankengeschichte) und eine gründliche klinische Untersuchung liefern erste Hinweise. Der Tierarzt prüft Beweglichkeit, Schmerzreaktionen und neurologische Funktionen.



Bildgebung




Röntgen ist die Standardmethode, um knöcherne Veränderungen sichtbar zu machen.



CT oder MRT sind sinnvoll, wenn Nervenbeteiligungen vermutet werden.




Differentialdiagnosen



Spondylose muss von anderen Erkrankungen wie Bandscheibenvorfällen, Arthrosen oder Hüftdysplasien abgegrenzt werden.







Therapie & Behandlungsmöglichkeiten



Eine Heilung der Spondylose ist nicht möglich, da es sich um eine chronisch-degenerative Erkrankung handelt. Ziel der Behandlung ist daher:




Schmerzen zu lindern



Beweglichkeit zu erhalten



Lebensqualität zu verbessern




Medikamente




Schmerzmittel (NSAIDs) sind die Basistherapie.



Bei starken Schmerzen können zusätzlich Neuropathie-Medikamente oder Kortison eingesetzt werden.




Physiotherapie



Sehr wirksam, um Beweglichkeit zu erhalten und Muskulatur aufzubauen. Dazu zählen:




Unterwasserlaufband



Wärme- und Kälteanwendungen



Massagen



Dehnübungen




Bewegung & Training



Regelmäßige, gelenkschonende Bewegung ist entscheidend:




Spaziergänge mehrmals täglich statt weniger langer Runden



Schwimmen und leichtes Training stärken die Muskulatur




Gewichtskontrolle



Übergewicht verschlimmert die Symptome. Eine angepasste Ernährung ist daher essenziell.



Ergänzende Therapien




Akupunktur



Lasertherapie



Nahrungsergänzungen wie Grünlippmuschelextrakt oder Omega-3-Fettsäuren








Perfekt, Saskia – hier folgt Teil 2 des Ratgebers zur Spondylose bei Hunden & Katzen.Ich schließe an die bereits behandelten Punkte an und führe den Artikel zu Ende. ✨







Alltagstipps für Halter



Neben tierärztlicher Betreuung und Therapie können Tierhalter selbst viel tun, um ihrem Vierbeiner den Alltag zu erleichtern.



Orthopädische Schlafplätze



Ein orthopädisches Hundebett oder Katzenkissen entlastet die Wirbelsäule und sorgt für erholsamen Schlaf. Wichtig sind:




Memory-Foam-Matratzen, die sich dem Körper anpassen



Rutschfeste Unterlagen, um Aufstehen zu erleichtern



Ein Platz ohne Zugluft, da Kälte Schmerzen verstärken kann




Rutschfeste Böden



Glatter Laminat oder Fliesenboden sind für Tiere mit Spondylose ein Problem. Abhilfe schaffen:




Teppichläufer oder spezielle Anti-Rutsch-Matten



Pfotenschuhe mit rutschfestem Profil




Treppen & Sprünge vermeiden




Treppensteigen und Sprünge ins Auto oder auf das Sofa sind für die Wirbelsäule eine Belastung.



Hunderampen oder kleine Trittstufen können den Alltag erleichtern.




Bewegung anpassen




Mehrere kurze Spaziergänge sind besser als wenige lange.



Aufwärmen vor Aktivität (z. B. kurze Massage) kann Verspannungen lösen.



Übermäßiges Ballspielen oder abrupte Wendungen beim Toben sollten vermieden werden.








Spondylose bei Katzen



Bei Katzen verläuft Spondylose oft still und wird spät erkannt, da Samtpfoten Schmerzen gut verbergen. Typische Auffälligkeiten sind:




Sprungunlust (z. B. Sofa oder Fensterbank meiden)



Vermehrtes Schlafen, Rückzug



Struppiges Fell durch eingeschränkte Beweglichkeit bei der Fellpflege




Für Katzenhalter bedeutet das:




Erhöhte Liegeplätze über Rampen oder Katzentreppen zugänglich machen



Katzentoiletten mit niedrigem Einstieg wählen



Kratzbäume mit breiten Stufen anstelle von schmalen Sprungflächen anbieten








Unterschiede zwischen Hunden & Katzen




Symptomatik: Hunde zeigen deutlicher Schmerzäußerungen, Katzen kaschieren.



Bewegungsradius: Hunde benötigen Spaziergänge, Katzen gestalten Bewegung selbstständig.



Therapie: Physiotherapie ist bei Hunden einfacher umsetzbar, Katzen profitieren stärker von häuslicher Anpassung.








Prognose & Lebenserwartung



Die Diagnose Spondylose bedeutet nicht automatisch, dass ein Tier stark eingeschränkt leben muss. Viele Hunde und Katzen kommen jahrelang gut mit der Erkrankung zurecht, wenn:




Schmerzen konsequent behandelt werden



Bewegung und Gewicht optimal angepasst sind



Lebensumfeld rücksichtsvoll gestaltet wird




? Lebenserwartung:Spondylose selbst verkürzt die Lebenszeit in der Regel nicht. Entscheidend ist, wie gut Tierhalter und Tierärzte zusammenarbeiten, um die Lebensqualität hochzuhalten.







Prävention: Kann man Spondylose vorbeugen?



Ganz verhindern lässt sich Spondylose nicht – es ist ein natürlicher Alterungsprozess. Dennoch gibt es Faktoren, die das Risiko minimieren:




Gewichtskontrolle von jung an



Regelmäßige, ausgewogene Bewegung (keine Überlastung, aber auch kein Bewegungsmangel)



Frühe Physiotherapie, besonders bei genetisch gefährdeten Rassen



Vermeidung von Zuchtlinien, die stark zu Wirbelsäulenproblemen neigen








Fazit & praktische Tipps



Spondylose ist zwar nicht heilbar, aber gut behandelbar. Mit der richtigen Mischung aus medizinischer Betreuung, Bewegung, Physiotherapie und einer angepassten Lebensumgebung können Hunde und Katzen trotz der Erkrankung ein aktives, glückliches Leben führen.



Kurz zusammengefasst:




Achte auf erste Symptome wie Steifheit oder Sprungunlust.



Suche bei Verdacht frühzeitig den Tierarzt auf.



Medikamente + Physiotherapie sind die Basis der Behandlung.



Passe den Alltag an: orthopädisches Bett, Rampen, kurze Spaziergänge.



Sorge für regelmäßige Bewegung und Gewichtskontrolle.




So begleiten Sie Ihr Tier bestmöglich durch alle Lebensphasen – auch mit einer chronischen Erkrankung wie Spondylose.
