---
title: Schilddrüsenunterfunktion bei Hund und Katze — Tierschutzverein Hannover
url: https://tierheim-hannover.de/ratgeber/schilddruesenunterfunktion-bei-hund-und-katze/
date: 2025-09-01
---

# Schilddrüsenunterfunktion bei Hund und Katze

Die Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) gehört zu den häufigsten hormonellen Erkrankungen beim Hund, während sie bei Katzen vergleichsweise selten auftritt. Sie führt dazu, dass die Schilddrüse zu wenige Hormone produziert – mit Folgen für Stoffwechsel, Kreislauf und das allgemeine Wohlbefinden.










Bedeutung der Schilddrüse



Die Schilddrüse reguliert den Energiehaushalt des Körpers. Sind die Hormonspiegel zu niedrig, läuft der gesamte Stoffwechsel langsamer. Betroffene Tiere wirken oft antriebslos und entwickeln vielfältige körperliche Veränderungen, die im Alltag stark auffallen können.







Ursachen der Hypothyreose




Beim Hund:Am häufigsten handelt es sich um eine primäre Hypothyreose, die durch Zerstörung des Schilddrüsengewebes entsteht – meist infolge einer autoimmunen Entzündung (Lymphozytäre Thyreoiditis) oder durch Schrumpfung der Drüse.



Bei Katzen:Hypothyreosen sind selten. Sie können jedoch nach einer Behandlung gegen Schilddrüsenüberfunktion (z. B. nach Operation oder Radiojodtherapie) auftreten.



Risikofaktoren:Alter (meist mittelalte bis ältere Hunde), genetische Veranlagung (u. a. Retriever, Dobermann, Cocker Spaniel, Schäferhund), sowie seltene Ursachen wie Tumoren oder Medikamente.








Typische Symptome



Die Symptome sind vielfältig und entwickeln sich langsam. Typisch sind:




Antriebslosigkeit und Müdigkeit



Gewichtszunahme trotz unveränderter Fütterung



Fellprobleme: stumpfes Fell, Haarausfall, kahle Stellen (besonders an den Flanken und am Rutenansatz)



Kälteempfindlichkeit: Hunde suchen warme Plätze, sind ungern draußen



Hautveränderungen: schuppige Haut, erhöhte Infektanfälligkeit



Verhaltensänderungen: ruhiger, manchmal apathisch wirkend



Bei fortgeschrittener Erkrankung: Herz-Kreislauf-Probleme, Fertilitätsstörungen, neurologische Symptome








Diagnose in der Tierarztpraxis




Anamnese und Untersuchung: Tierärzt:innen erfragen Veränderungen im Verhalten und untersuchen Körperbau, Haut und Fell.



Blutuntersuchung: Messung der Schilddrüsenhormone (Gesamt-T4, freies T4, TSH-Wert).



Differentialdiagnosen: Abgrenzung zu Erkrankungen, die ähnliche Symptome verursachen (z. B. Cushing-Syndrom).



Bildgebung: Ultraschall oder Szintigrafie in speziellen Fällen.








Behandlungsmöglichkeiten



Die Hypothyreose gilt als nicht heilbar, lässt sich aber mit einer lebenslangen Therapie gut kontrollieren.




Medikamentöse Therapie:Standard ist die Gabe von synthetischem Thyroxin (L-Thyroxin). Die Dosis wird individuell angepasst und muss regelmäßig kontrolliert werden.



Regelmäßige Blutkontrollen:Anfangs engmaschig, später in größeren Abständen. Wichtig, um Unter- oder Überdosierungen zu vermeiden.



Begleitende Maßnahmen:

Gewichtskontrolle durch angepasste Ernährung



Unterstützung der Haut- und Fellgesundheit (z. B. Omega-3-Fettsäuren, Biotin)



Ausreichend, aber nicht überfordernde Bewegung










Alltag mit einem Tier mit Hypothyreose



Mit der richtigen Therapie gewinnen viele Hunde ihre Lebensfreude schnell zurück. Für Halter:innen bedeutet das:




Konsequente Medikamentengabe zur gleichen Tageszeit



Kontrollen beim Tierarzt auch dann wahrnehmen, wenn das Tier unauffällig wirkt



Geduld: erste Verbesserungen zeigen sich oft erst nach einigen Wochen



Fellpflege: regelmäßiges Bürsten unterstützt Haut und Haar in der Erholungsphase




Katzen mit Hypothyreose benötigen dieselbe Aufmerksamkeit, auch wenn die Krankheit seltener vorkommt.







Prognose



Die Aussichten sind in den meisten Fällen sehr gut. Hunde mit korrekt eingestellter Medikation können ein völlig normales Leben führen. Wichtig ist allein die lebenslange Therapie – ein Absetzen der Medikamente würde unweigerlich zum Wiederauftreten der Symptome führen.







Tipps für Tierhalter:innen




Führen Sie ein Gesundheitstagebuch, um Veränderungen im Gewicht oder Verhalten zu dokumentieren.



Besprechen Sie regelmäßig mit Ihrer Tierärztin oder Ihrem Tierarzt, ob die Dosierung noch passt.



Achten Sie auf ausgewogene Bewegung und eine Ernährung, die Übergewicht vermeidet.




So können Sie Ihrem Tier trotz Schilddrüsenerkrankung ein gutes, aktives Leben ermöglichen.
